5 Gründe, warum Ihre Website keine Kunden generiert

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was Ihre Website beinhalten muss, um Kunden zu erhalten?

Wenn Sie ein kleines oder mittelständisches Unternehmen (KMU) führen, sollte die Website ein wesentlicher Bestandteil Ihrer Marketing-Bemühungen sein. Die Website ist der Repräsentant Ihres Unternehmens, welcher wertvolle Informationen preisgibt und den Wunsch nach gut zahlenden Kunden generiert. Das bedeutet für Sie, Ihre Website sollte ansprechende Inhalte anbieten, die ausreichend viele Besucher anlockt.

Leider machen jedoch viele KMUs die gleichen Fehler mit Ihren Websites. In diesem Beitrag werde ich Ihnen die 5 Gründe dafür liefern, warum die Websites keine Kunden generieren.

1. Die mangelnde Übersichtlichkeit

Besucher entscheiden innerhalb von 2-3 Sekunden, ob Sie auf der Website bleiben, oder nicht. Wenn dem Besucher nicht klar ist, was Sie anbieten und über was Sie sprechen, navigiert er weg – eventuell zum Wettbewerber.

Innerhalb von Sekunden sollte dem Besucher klar sein:

  • Was macht Ihr Unternehmen?
  • An wen richtet sich Ihr Unternehmen?
  • Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
  • Sind Sie vertrauensvoll und glaubwürdig?

Achten Sie darauf, dass diese Informationen für den Besucher klar zu verstehen sind, er liest vermutlich zum ersten Mal von Ihrer Firma. Ihre Meinung reicht auch nicht aus, holen Sie sich Kundenstimmen (Testimonials) ein, diese sind weniger subjektiv. Wichtig ist, dass die Testimonials nicht mit „K.J. aus L.“ deklariert sind, sondern beispielsweise das Logo bzw. Bild und der vollständige Name daneben steht. Ansonsten sind Kundenmeinungen nicht glaubwürdig.

2. Keine „Leads“ einholen

Ein weiterer häufiger Fehler vieler Webseiten ist,  dass KMU-Websites die Kontaktdaten der Besucher nicht einholen. Die Realität ist, dass es unwahrscheinlich ist, dass jemand wieder zurück zu Ihrer Website kommt. So ist es ratsam, sich mindestens die E-Mail-Adresse einzuholen, um die Kommunikation mit Ihnen aufrecht zu erhalten. Schließlich benötigen die potenziellen Kunden im Durchschnitt 7 Aufnahmen Ihrer Marketing-Botschaft, bevor der Besucher bereit ist, das Angebot anzunehmen.

Doch wie kommen Sie an die Kontaktdaten Ihrer Zielgruppe? Die beste Art ist: Bieten Sie wertvolle Informationen, wie Ratgeber, in Form eines ebooks, Whitepapers, einer kostenlose Testversion oder Gratis-Probe an. Achten Sie darauf, dass die Art des Dienstes zu Ihrem Unternehmen passt. Das Ziel ist nicht nur, den E-Mail-Kontakt von Ihren Besuchern zu bekommen, sondern auch Vertrauen aufzubauen und Ihnen eine Vorstellung von dem zu geben, welche Qualität Sie anbieten können. Es ist eine Art Probearbeit. Sobald Sie einen Magneten haben, erstellen Sie ein Formular, das nur die wichtigsten Daten (Anrede, Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse) abfragt. Die Hürde sollte sehr gering sein, um an die Probe zu gelangen. Die Besucher geben also ihre Daten an und erhalten per E-Mail die angeforderten Unterlagen.

3.  Egozentrische Texte

Viele Websites neigen dazu, zu egozentrische Texte aufzuführen, anstatt auf den Kunden einzugehen und anzusprechen. Hier ist ein Beispiel für einen egozentrischen Text:
„Wir stellen in unserem Familienbetrieb seit über 12 Jahren Möbel her. Unsere Tischler sind geschult, den besten Job zu machen. Wir sind besser als unsere Konkurrenten, bieten die Möbel zu sehr guten Preisen an. Wir sind ein eingespieltes Team.“

Vergleichen Sie es mit diesem Text:
„Wenn Sie komfortable und attraktive Möbel für Ihr Restaurant, Hotel, Büro oder Ihr Zuhause wünschen, dann sind Sie bei uns an der richtigen Stelle. Wir erstellen für Sie individuelle Möbel, die zu Ihrer Persönlichkeit passen. “

Welche der beiden Texte würde Sie mehr ansprechen?

Der Unterschied liegt in der Ausrichtung:  auf das Geschäft oder den Kunden. Es wird davon ausgegangen, dass der Leser bestimmte Bedürfnisse und Ziele hat, und der zweite Text bindet diese Bedürfnisse und Anforderungen ein, welche das Geschäft anbietet.

Stellen Sie sicher, dass Sie auf Ihrer Website mehr von folgenden Wörtern nutzen: „Sie“, „Ihr“, „du“, etc. statt „Ich“, „meine“, „unsere“, etc…

Denken Sie an die Kunden, ihre Probleme, und wie Sie helfen können.

4. Mangelnde Persönlichkeit

Viele Freiberufler und KMUs fürchten sich vor zu viel Persönlichkeit, da es vielleicht nicht professionell aussieht. Sie wollen Professionalität zeigen, und entfernen sich dabei von den potenziellen Kunden.

Menschen, die Sie sehen, kennen lernen, mögen Sie und bauen Vertrauen zu Ihnen auf. Helfen Sie Ihren Kunden (ob Verbraucher oder Unternehmen) sich ein Bild von Ihnen zu machen, veröffentlichen Sie eine Seite über sich und Ihr Unternehmen, die Ihre Persönlichkeit und Teil Ihrer Geschichte widerspiegelt.

Schreiben Sie nicht einfach, warum Sie qualifiziert sind, Ihre Produkte oder Dienstleistungen bereitzustellen. Erklären Sie, wie Sie die Professionalität von heute erreicht haben. Lassen Sie Ihre potenziellen Kunden entdecken, wer Sie als Person sind. Eventuell haben sie gemeinsame Interessen, die Ihnen einen Vorteil gegenüber Ihren Wettbewerbern gibt.

5. Kein „Aufruf zum Handeln“

Der ultimative Grund ist oft das Fehlen eines klaren Aufrufs zum Handeln. Ein call to action ist zwingend notwendig, um Ihre Kunden dazu zu animieren den Kontakt herzustellen oder das Produkt zu kaufen. Beispiele sind:

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  • Rufen Sie uns jetzt unter 0214 864966940 an und erhalten ein kostenloses Angebot

Manchmal gehen wir davon aus, dass unsere Leser wissen, was als nächstes zu tun ist. Es ist eine gefährliche Annahme! Platzieren Sie daher einen call to action-Button oder Anweisung auf Ihrer Website.

 

Ihre Website enthält eine dieser „Sünden“?
Wenn das der Fall ist, sollten Sie Ihre Website anpacken und optimieren. Besucher alleine bringen Ihnen nichts, es sollten Kunden werden.

Was setzen Sie auf Ihrer Website um? Ich freue mich, Ihren Kommentar zu lesen!

 

Bilder:

© pict rider – Fotolia.com

© mostafa fawzy – Fotolia.com

 

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Über den Autor

Bastian Sens

Bastian ist seit 2010 Geschäftsführer der Sensational Marketing GmbH in Leverkusen. In seinen Büchern und Seminaren erklärt der Online-Stratege anschaulich, wie Unternehmen strategisch im Online-Marketing noch besser agieren können.

2 Comments

  1. Zu den Tipps sollte vielleicht noch einer zugerechnet werden: die Call-Back-Buttons! Die, wie es mit gesagt wurde, stellen eine einfache Interaktion mit dem User sicher. Dem Bruder hat es geholfen! Danke für die Ratschläge zu der Texterstellung!

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