Auffallen – Die besten Strategien, um im Online-Dschungel wahrgenommen zu werden

Ein Gastartikel von Roman Kmenta

Wie schaffe ich es sichtbarer zu werden und wie kann ich online auffallen? Denn laut Experten werden wir täglich von über 10.000 (werblichen) Botschaften offline und online bombardiert. Wer sichtbar sein will, muss sich etwas einfallen lassen.

In der Online-Welt ist das Thema Sichtbarkeitserhöhung mittlerweile zu einer eigenen Disziplin geworden. Welche Tipps für Sichtbarkeit gibt es um im Online-Dschungel nicht unterzugehen und wie will man eigentlich noch auffallen und regelrecht herausstechen? Online auffallen bildet in vielen Bereichen die Grundlage für ein ertragreiches Business und hohes Einkommen. Getreu dem Motto: The winner takes it all – Aufmerksamkeit, Reichweite, Umsätze und Gewinne.

It´s all about Aufmerksamkeit

Aus allen Marketinglehrbüchern bekannt und mehr Gültigkeit denn je: AIDA (Attention – Interest – Desire – Action). Uns geht es nun um die Attention, die Aufmerksamkeit. Du kannst das beste Know-how haben, ein unglaublich versierter Produktentwickler sein und eine faire Preispolitik haben. Wenn davon niemand etwas mitbekommt, nutzt dir was herzlich wenig. Du muss wahrgenommen werden. Daher: Auffallen um jeden Preis. Das gilt in jeder Branche – in der Industrie, im Groß- sowie Einzelhandel, B2B wie B2C, online und offline, in Social Media und Printmedien.

Sichtbarkeit: Grundlagen aus der Psychologie

Wir wissen, dass die Psychologie viele Tricks auf Lager hat, die uns Menschen beeinflussen. So auch beim Thema Wahrnehmung. Unser Gehirn ordnet Reize zu. Wenn Reize vom Normalen oder auch Erwarteten abweichen, werden diese durch eine so genannte Orientierungsaktion (https://de.wikipedia.org/wiki/Orientierungsreaktion) verarbeitet. Somit hält unser Gehirn inne, bei:

  • Spannung: der Reiz könnte auf etwas Spannendes und Unterhaltsames hinweisen
  • Gefahr: womöglich wird Gefahr signalisiert, wovor uns der Reiz warnen möchte

Die Schlussfolgerung nun ist, dass Reize, die nicht „spannend“ oder „gefährlich“ sind, die Orientierungsreaktion kalt lassen. Diese Reize werden dann sehr schlecht oder oft gar nicht von uns wahrgenommen.

Das bedeutet für uns, die wir unsere Sichtbarkeit erhöhen wollen, nun was? Wenn wir online auffallen wollen, müssen wir die Orientierungsreaktion auslösen. Das schaffen wir, wenn wir von der Norm abweichen.

Zwei Wege zu einer erhöhten Online-Sichtbarkeit

Wenn du online auffallen willst, führen dich zwei Wege – auch gerne in Kombination – an dein Ziel:

  • Intensivierung des Pensums

  • Poste mehrmals pro Tag oder schreibe lieber einen Blogbeitrag mehr. Diese Methode ist sehr empfehlenswert, wenn du online auffallen willst. Steigere die Quantität deiner Aktivitäten.

  • Auffallen um jeden Preis – ganz Recht, noch mehr

  • Der andere Weg zur Erhöhung der Sichtbarkeit ist: es wird spannend: Auffallen! Die Anzahl zu erhöhen ist schon ein guter Anfang. Doch ist auch das, was du postest, wichtig!

Wenn du Unterstützung dabei brauchst deine Sichtbarkeit zu erhöhen und als Experte wahrgenommen zu werden, dann könnte dieser Kurs genau das Richtige für dich sein – https://www.romankmenta.com/ein-business-das-laeuft/

Sichtbarkeitserhöhung = Übertreibung

Besondere Ziele erfordern besondere Maßnahmen. Oder wie in unserem Fall auch extreme Kommunikationsstrategien. Mehr Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und Reichweite durch Übertreibung!

Das klingt nach viel Arbeit. Ist es auch. Doch du musst nicht alles im Alleingang machen! Hole dir Hilfe mit an Bord und delegiere Aufgaben, die dir sehr viel Zeit stehlen. Es muss ja anfangs keine Vollzeitkraft sein, doch wenn du jemanden findest, der deine Kommunikationsstrategien in fünf Wochenstunden umsetzen kann, ist dir damit sehr geholfen.

7 ungewöhnliche Sichtbarkeitstipps um im Online-Dschungel wahrgenommen zu werden

Um gleich einen Punkt vorweg zu nehmen: Ja, man kann über das Ziel hinausschießen und mit der Übertreibung übertreiben. Das ist dann der Punkt, an dem man zwar Aufmerksamkeit generiert, aber einfach nervtötend und penetrant ist. Doch die gute Nachricht: das ist nicht alleine auf Übertreibung an sich zurückzuführen, sondern auf Mangel an Abwechslung und auch Kreativität.

Das heißt im konkreten Fall: Solange dich Leute nicht regelmäßig mit „Ich sehe dich dauernd auf… (Medium deiner Wahl)“ ansprechen, hast du noch Luft nach oben und kannst dein volles Potential ausschöpfen.

Die folgenden Tipps verlangen vielleicht etwas Mut, doch mit der richtigen Umsetzung wird die Frage „wie werde ich gefunden“ in Zukunft immer weniger bis gar nicht beschäftigen. Die Sichtbarkeitstipps kannst du sowohl online als auch offline, so wie z.B. für:

  • Social Media: Posts für deine Social-Media-Kanäle
  • Website: Kopfzeilen oder Header für deine Website
  • Newsletter: Betreffzeilen
  • Blogartikel: Headlines, Überschriften aber auch Bilder für Beiträge
  • Werbung: gedruckte Werbematerialien jeglicher Art (Flyer, Banner u.v.m.)

Finde dein für dich passendes Anwendungsgebiet, denn nicht jeder Sichtbarkeitstipp ist für alle Bereiche passend. Mir und meiner Sichtbarkeit hat es auf jeden Fall geholfen, daher nutze ich diese Sichtbarkeitstipps – nach erfolgreichem Testen – nach wie vor immer wieder.

Sichtbarkeitstipp #1: Übertreibe

Übertreibungen funktionieren in viele Richtungen: kurz oder lang, leise oder laut, hell oder dunkel, schnell oder langsam, groß oder klein, monochrom oder bunt. Tobe dich aus, denn das Schöne an Übertreibungen: ihnen sind keine Grenzen gesetzt. So wende Übertreibungen bei Texten, Bildern oder Videos an. Durch einzelne Elemente, die du ins Extreme setzt, wird der Betrachter auf jeden Fall innehalten und aufmerksam.

Sichtbarkeitstipp #2: Humor ist kraftvoll – nutze ihn

Zugegeben: ein schmaler Grat, denn Humor ist vielfältig und über Humor lässt sich streiten. Aber: er fällt auf! Wenn du dieses starke Werkzeug zur Erhöhung deiner Sichtbarkeit erst einmal weißt einzusetzen, hast du gewonnen. Hier reicht es allerdings nicht, nur lustig zu sein. Schlage eine Brücke zu deiner Botschaft oder Thema und deinem Business.

Als Test habe ich selbst einen viralen Blogbeitrag „Do it like Amazon!“ geschrieben. Eine spontane Eingebung mit überschaubarem Aufwand, doch mächtigem Aufsehen: Das Foto ging mit 2 – 3 Millionen Reichweite, über 100.000 Likes und unzähligen Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien durch die Decke. Hier das Foto:

Querdenken: Mach es wie Amazon!

Sichtbarkeitstipp #3: Zeige nicht alles sofort

Zu Recht hältst du jetzt selbst vielleicht kurz inne, geht es doch schließlich darum, sichtbarer zu sein. Doch was sind Menschen von Natur aus? Richtig. Neugierig! Daher stachle die Neugierde an und zeige nicht alles, so zeige ein Bild beispielsweise nicht komplett spare einen Teil aus. Das funktioniert übrigens auch hervorragend bei Überschriften: „Wenn du mehr Kunden an Land ziehen willst, dann….“

Sichtbarkeitstipp #4: Behaupte das Gegenteil

Durchforste die Medien nach Schlagzeilen und News. Dann beziehe zu brisanten und aktuellen Themen Stellung. Gehe ganz gezielt an die Sache ran und behaupte das Gegenteil und nimm die Gegenposition ein. Doch bitte nur in Bezug auf dein eigenes Geschäft, deine Branche.

An dieser Stelle möchte ich auf ein hervorragendes Buch meines Kollegen Bastian Sens hinweisen, worin viele Tipps zu finden sind, um im Gedächtnis der Surfer zu bleiben. Schluss mit 08/15-Websites

Siechtpahrgaids-Diep #5: Nuzä päwusdt Fäler

Das ist mit Sicherheit die Methode, die am meisten Mut erfordert. In einer Welt des Perfektionismus, in der es in vielen Bereichen einfach geworden ist, auf den ersten Blick professionelle Arbeiten abzuliefern. So liefern Nicht-Grafiker beispielsweise, mit Hilfe von super Layouts, die es mittlerweile überall zum Download gibt, auf den ersten Blick neue und innovative Grafikideen. Was fällt in diesem Umfeld dann nicht mehr auf als Unperfektionismus und Fehler? Nutze Fehlerhaftigkeit. Du tust es deiner Sichtbarkeit zuliebe.

Sichtbarkeitstipp #6: Zeichne oder schreibe per Hand

Online auffallen mit handgezeichneten Bildern oder handgeschriebenen Texten. Diese Methode knüpft daran an, nicht perfekt zu sein, sondern bewusst etwas unkonventioneller. Handgezeichnete Bilder sind selten und fallen auf. Ich selbst verwende diese Methode auch zur Steigerung meiner Sichtbarkeit.

Handgezeichnetes Bild

Sichtbarkeitstipp #7: Stelle die Dinge auf den Kopf

Zum Abschluss wieder ein Appell an unser Hirn: Das Gehirn verarbeitet alles, was es wahrnimmt so, dass es für uns „richtig“ ist. Fotos oder Texte, die auf dem Kopf stehen, aktivieren somit die bereits genannte Orientierungsreaktion. Ergo: Erhöhung der Sichtbarkeit. Auch 90-Grad-Drehungen genügen. Ein Beispiel „etrow nennök eis hcua nov netnih hcan enrov nebierhcs“ bzw. „anordnen so Sätzen den in Worte die“ … als eine Variante des textlichen Auf-den-Kopf-Stellens.

Doch bitte überfordere die Betrachter niemals, denn Denksportaufgaben führen schnell dazu, dass User von deinem Beitrag oder Post wegscrollen oder -klicken. Nutze somit kurze Sequenzen.

Nun bleibt noch eines zu sagen: Viel Spaß beim Ausprobieren der Sichtbarkeitstipps. Mit der Umsetzung der einen oder anderen Strategie, wirst du mit Sicherheit im Online-Dschungel auffallen und deine Sichtbarkeit erhöhen.

Dein

Roman Kmenta

Roman Kmenta

Autor, Berater und Keynote Speaker

Roman Kmenta Portrait

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner international, vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Er berät Unternehmen und coacht Unternehmer – B2B und B2C – im Bereich Verkauf und Marketing und unterstützt sie dabei höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge zu erzielen.
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Fußnote: Der Text enthält einen Affiliate Link zu Amazon.

Foto: Matern

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Über den Autor

Bastian Sens

Bastian ist seit 2010 Geschäftsführer der Website-OpTEAMierer von Sensational Marketing in Leverkusen. In seinen Seminaren erklärt er anschaulich, wie Google funktioniert und Websites für Google und mehr Aufmerksamkeit optimiert werden können.

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