Die 8 größten Onpage-Fehler von B2B-Websites

Onpage-FehlerStrategien zur Suchmaschinenoptimierung im Bereich von B2B-Websites zielen darauf ab, eine Internetpräsenz auf dem virtuellen Markt so zu positionieren, sodass potentielle Geschäftskunden optimal erreicht werden. Die Website-Optimierung für Google & Co. gehört mitunter zu den wichtigsten Marketingmaßnahmen für Unternehmer, denn auch im B2B-Bereich sind Suchmaschinen die wichtigste Informationsquelle für die Suche nach Dienstleistern bzw. Produktanbietern. Natürlich gehören dazu auch Offpage-Optimierungen wie z.B. der Aufbau von Backlinks. Allerdings werden bei Onpage-Maßnahmen, die also auf der Website an sich stattfinden, oft wichtige Dinge vernachlässigt oder falsch umgesetzt. Auf die 8 größten Onpage-Fehler möchte ich in diesem Blogbeitrag eingehen.

1. Keine Transparenz und Emotionalität

Die Mehrheit an B2B-Website bietet nüchtern seine Informationen zu Produkten/Dienstleistungen, Unternehmen usw. an. Dabei stellen sich die Wenigsten die Frage: „Wie kommen meine Inhalte bei der Zielgruppe an?“ oder „Hat der Website-Besucher ein umfangreiches Bild von uns und wird animiert uns zu kontaktieren?“. Das sind mit die entschiedensten Fragen für Website-Betreiber. Es gilt also mehr Zeit in seine Internetpräsenz zu investieren und die wahren Unternehmenswerte ans Licht zu bringen. Seien Sie authentisch und platzieren am besten auch ein Bild von sich und Ihrem Team auf der Website – und nicht irgendwo ganz versteckt.

2. Dem Content wird zu wenig Beachtung geschenkt

Ein hochwertiger Content ist das A und O einer guten Website – denn schließlich sollten Produkte oder Dienstleistungen umworben und gezielt Kontakt mit potentiellen Kunden aufgenommen werden. Deshalb darf an informativen Texten nicht gespart werden. Das Interesse des Besuchers muss geweckt und die Kompetenz des eigenen Unternehmens durch wissenswerte Inhalte unter Beweis gestellt werden.

3. Mangelnde Aktualität im Vergleich zur Konkurrenz

Im vorherigen Absatz wurde gezeigt, wie wichtig guter Content für eine Website ist. Doch einmal erstellter und dann nie wieder beachteter Content ist ein ebenso großes No-Go wie gar kein Content. Denn je Branche und jedes Geschäft entwickelt sich und unterliegt einem gewissen Wandel, besonders in der heutigen Zeit. Ein möglicher und empfehlenswerter Bestandteil von aktuellen Inhalten ist das Veröffentlichen von regelmäßigen Artikeln auf einem eigenen Blog (siehe auch Punkt 8).

4. Fehlende Keywordoptimierungen des Website-Contents

Der Kern der OnPage-Maßnahmen ist Optimierung auf wichtige Keywords, für die ein Unternehmen durch Suchmaschinen gefunden werden möchte. Dabei sollte nicht nur die Startseite ins Auge gefasst, sondern auch Unterseiten in die Keywordoptimierung miteinbezogen werden. Die wichtigsten Keywords sind solche, nach denen die meisten Interessenten suchen bzw. diejenigen, welche den größten Umsatz versprechen.

Mit einem Richtwert von 2-3 Keywords pro Webseite stellt man sicher, dass sowohl Suchmaschinen als auch Besucher das Thema der Seite ausmachen können. Wichtige Stellen für Keywords sind vor allem Überschriften, Linktexte sowie alt-Tags von Bildern.

5. Keywords treffen nicht die Terminologie des Käufers

In vielen Branchen, vor allem im Technologiebereich, ist eine gewisse Terminologie üblich, wenn es zum Beispiel um Produktnamen und -beschreibungen geht. Auch wird durch präzise Wortwahl die eigene Kompetenz und Professionalität zum Ausdruck gebracht – nicht zuletzt, um sich über die Konkurrenz hinwegzusetzen. Einen geringen Nutzen hat dies allerdings, wenn der Kunde eine ganz andere Terminologie verwendet, um sich nach Produkten seines Interesses zu suchen. Im Klartext bedeutet das, dass ein Kunde bei der Benutzung einer Suchmaschine andere Suchbegriffe eingibt als die, die ein entsprechendes Unternehmen im Text auf der eigenen Website verwendet.

Um herauszufinden, in welcher „Sprache“ der Kunde denkt, eignen sich Kundenumfragen, eine Analyse der Webseiteninhalte von Konkurrenten oder auch Berichte von Suchanfragen aus den Google-Webmastertools.

6. Nichtvorhandensein von Meta-Descriptions

Mit Meta-Descriptions fasst man den Inhalt einer Seite zusammen, der von Suchmaschinen dazu genutzt wird, um in den Suchergebnissen angezeigt zu werden. Eine Meta-Description sollte dabei 160 Zeichen nicht überschreiten. Ist keine Beschreibung vorhanden, generieren Suchmaschinen, wie Google, automatisch eine Kurzbeschreibung, die nicht unbedingt informativ und relevant ist. Dadurch verpassen Sie das Potenzial an mehr Website-Besuchern.

7. Fehlerhafter HTML-CodeB2B-Onpage-Fehler

Auch wenn es trivial erscheint: Ein fehlerfreier Quellcode hat einen positiven Einfluss auf das Ranking einer Website und sollte weitestgehend angestrebt werden. Nicht selten findet man auch auf seriösen B2B-Websites Quellcode mit dutzenden von HTML- oder auch CSS-Fehlern vor. Der W3C Markup Validation Service überprüft Webdokumente auf ebendiese Fehler, sodass sie diese gezielt beheben können.

8. Nichtvorhandensein eines Blogs

Einer Untersuchung von hubspot.com zufolge generieren Unternehmensseiten mit einem Blog etwa 67% mehr Leads als solche, die über keinen Blog verfügen. Der Blog sollte dabei auf der eigenen Domain laufen und nicht etwa bei Tumblr oder WordPress gehosted sein, da die eigene Website in diesem Fall durch Blogbesuche keine „Bonuspunkte“ bei Suchmaschinen sammeln kann. Diese honorieren nämlich besonders regelmäßigen und aktuellen Content.

Fazit

Um sich mit seinem eigenen B2B-Unternehmen mittels einer Website im Internet behaupten zu können, bedarf es in Sachen SEO-Maßnahmen einem gewissen Aufwand – denn die Konkurrenz schläft nicht. Effiziente Kundengewinnung erfordert den Einsatz verschiedenster OnPage-Optimierungen, die Sie mithilfe dieses Artikels auch auf Ihre Website anwenden können.

 

Bilder:

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Über den Autor

Bastian Sens

Bastian ist seit 2010 Geschäftsführer der Website-OpTEAMierer von Sensational Marketing in Leverkusen. In seinen Seminaren erklärt er anschaulich, wie Google funktioniert und Websites für Google und mehr Aufmerksamkeit optimiert werden können.

2 Comments

  1. Interessante Aufstellung. Ein Punkt den die wenigsten Blogger erwähnen:
    Produktseiten sind oft über mehrere URLs erreichbar, da diese in verschiedenen Kategorien oder Verzeichnissen erscheinen. Dadurch bläht sich unnötig der Index auf und durch die Mehrfachrankings rankt dann oft die „falsche“ Produktseite. Folge: Weniger Traffic & Sales.
    Weitere Punkte:
    Verwendung von SessionIDs / schlechte Rankings
    Paginationsseiten im Index / Duplicate Content Problem

    • Hallo Florian,
      damit hast du vollkommen recht, vielen Dank für deine Ergänzungen. Wir haben uns natürlich „nur“ auf die größten und meistverbreitesten Onpage-Fehler beschränkt. Deine Punkte sind jedoch auch sehr wichtig, insbesondere bei Shops.

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