Jahresrückblick 2012: Die Top 8 Neuerungen in Google Analytics – eine Übersicht

Die vielseitigen Werkzeuge von Google Analytics werden laufend um nützliche Funktionen erweitert, mit denen Webmaster den Traffic auf ihrer Website analysieren und verfolgen können. Eine bessere Erfolgskontrolle von AdWords-Kampagnen macht Google Analytics auch für Werbetreibende besonders interessant. Die wichtigsten Neuerungen des Jahres 2012 werden im Folgenden in chronologischer Reihenfolge vorgestellt.
 

Social Media Reports

März

Social Media Reports

Report über die Aktivität in sozialen Netzwerken (Quelle: google.com/analytics)

Den Wert von sozialen Netzwerken für Marketingzwecke zu identifizieren war lange Zeit eine Herausforderung – mit den neu eingeführten Social Media Reports schließt Google nun eine große Lücke. Durch Messen und Weiterverfolgen von Traffic, der von Social Media ausgeht, kann man feststellen, inwieweit dieser zu Conversions führt.

Zudem bekommt man einen Einblick in die Aktionen von Nutzern innerhalb von sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter und Google+ – und auf welchen Netzwerken der Content, den man veröffentlicht, am meisten geteilt wird.

Anhand dieser Daten kann man anschließend gezielt seine Marketingstrategien für soziale Netzwerke optimieren.

Content Experiments

Juni

Content Experiments

Verschiedene Versionen eines Content Experiments (Quelle: rso-consulting.com)

Die Funktion des ehemaligen Google Website Optimizers wurde vor wenigen Monaten in Google Analytics verlagert und ist nun unter dem Namen Content Experiments verfügbar.

Sie ermöglicht es, Besuchern einer Seite unterschiedliche Inhalte anzuzeigen, um daraus Rückschlüsse auf die Qualität dieser Inhalte ziehen zu können. Den Besuchern werden dabei bis zu 9 unterschiedliche Versionen zur Originalseite gezeigt, was auch als A/B-Test bezeichnet wird. Durch Ermitteln von Messwerten wie Besuchsdauer, Seiten pro Besuch oder bestimmte Ereignisse lässt sich dann ein „Testsieger“ bestimmen, durch dessen Inhalte dann die Originalseite ausgetauscht werden kann.

Dieses nützliche Feature bietet besonders bei stark besuchten Websites die Möglichkeit, die Auswirkungen von neuen Webinhalten auf das Besucherverhalten zu analysieren.

 

Automatisierter Datenexport in Google Docs

August

Automatisierter Datenexport in Google Docs

Exportierte Analytics-Daten in einem Google Spreadsheet (Quelle: google.com/analytics)

Eine weitere Neuerung, die Reports aus Google Analytics betrifft, ist ein Skript namens Google Analytics Report Automation (Magic). Damit bietet Google eine simple Lösung zum Datenexport in Google Docs, Sites bzw. Spreadsheets, um Analytics-Daten dort weiterzuverarbeiten oder neue Arten von Visualisierungen zu erstellen. Das Skript muss dazu in Google Docs installiert werden, um anschließend Daten importieren zu können.

Shortcuts

September

Shortcuts

Shortcuts in Google Analytics (Quelle: netconnexion.com)

Ein wesentlicher Bestandteil von Analytics ist das Erstellen von Berichten (Reports) von z.B. Besucherzugriffen auf einer Website, die man entweder benutzerdefiniert anlegt, oder auf Standardberichte zurückgreift.

Durch Shortcuts, eine Neuerung, die sich zur Zeit noch in der Beta-Phase befindet, kann der Abruf bereits angelegter Reports beider Arten erleichtert und beschleunigt werden. Durch Anlegen eines solchen Shortcuts wird die Verknüpfung zu einem Report auf der Analytics-Startseite angezeigt – diese speichert fortan unter anderem eingestellte Kennzahlen, die Darstellung von Graphen, die Sortierreihenfolge und weitere Einstellungen. Ein kleines, aber vorteilhaftes Feature für den Nutzer.

Echtzeit-Analyse

Oktober

Echtzeit-Analyse

Echtzeit-Analyse einer Website in Google Analytics (Quelle: markus-baersch.de)

Google Analytics ermöglicht es seit gut einem Jahr mittels des Echtzeit-Moduls zu verfolgen, was in einem bestimmten Moment auf der eigenen Website vorgeht – einschließlich des Besucherflusses, den häufigsten Nutzerstandorten sowie Inhalten bzw. Unterseiten, die am meisten gefragt sind. Diese Funktion ist nun auch in der mobilen Google Analytics App verfügbar. Interessant ist sie vor allem, wenn man den Effekt von kürzlich gestarteten Werbekampagnen in Echtzeit unter die Lupe nehmen möchte.

Tag Manager

Oktober

Tag Manager

Bearbeiten eines Tags im Tag Manager (Quelle: e-nor.com)

Der Anfang Oktober eingeführte Tag Manager ist ein Tool zum Verwalten von Script-Tags jeglicher Art im HTML-Code – sowohl von Google (wie z.B. von Google Analytics oder Conversion Tracking) als auch von Drittanbietern (z.B. Werbebanner). Das auf dem offiziellen Blog von Google Analytics vorgestellte Feature ist zwar nicht direkt in Analytics inbegriffen, hat aber für selbiges aufgrund der genannten Beispiele eine nennenswerte Bedeutung.

Einmal eingebettet ersetzt der Code des Tag Managers auf jeder Unterseite alle anderen Tags, die mit wenigen Klicks vom Web-Interface des Managers nach Belieben eingebaut bzw. ersetzt werden können.

Neben der bequemen Verwaltung vereinfacht und beschleunigt der Tag Manager den Websitenbetrieb, da die Tags asynchron geladen werden und die Ladezeit der Website nicht behindern, falls mal ein Server nicht antwortet

Google Analytics Filter in Adwords

Oktober

Google Analytics Filter in Adwords

Anlegen eines Filters auf Basis von Analytics-Daten (Quelle: Google AdWords)

Um Analytics & AdWords sinnvoll miteinander zu verknüpfen, ermöglicht Google es nun auch, Daten wie Absprungraten, Seiten/Besuch und durchschnittliche Besuchsdauer aus Analytics direkt im AdWords-Interface zu nutzen. Durch diese zusätzlichen Performance-Daten können Entscheidungen auf breiterer Basis gefällt und AdWords-Kampagnen intensiver verbessert werden.

Durch Erstellen entsprechender Filter können so z.B. Keywords identifiziert werden, die besonders hohe Absprungraten zur Folge haben.

Verbesserte In-Page-Analyse

November

Verbesserte In-Page-Analyse

Einrichten der In-Page-Analyse in Google Analytics (Quelle: google.com/analytics)

Mit der In-Page-Analyse ist es möglich, das Klickverhalten von Besuchern nachzuverfolgen, indem die prozentuale Verteilung von Klicks auf sämtliche Links einer Seite getrackt wird. Betrachtet man damit z.B. die Startseite, kann man den Anteil an Klicks auf eine bestimmte Kategorie/Schaltfläche (welche einen Link darstellt) einsehen.

Bislang wurden verschiedene Links, die auf dieselbe Zielseite führten, gemeinsam getrackt, was von einigen Usern bemängelt wurde. So leiten beispielsweise auf vielen Websites sowohl ein Textlink, als auch die Header-Grafik den Besucher auf die Startseite – dies kann nun unterschieden werden, da die beiden Links nicht mehr als ein einziger gewertet werden.

Auch werden durch das Update nun andere verlinkende Elemente wie Buttons, die auf JavaScript basieren, unterstützt.

Was war Ihre Top-Neuerung von Google Analytics im Jahr 2012? Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

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Über den Autor

Bastian Sens

Bastian ist seit 2010 Geschäftsführer der Sensational Marketing GmbH in Leverkusen. In seinen Büchern und Seminaren erklärt der Online-Stratege anschaulich, wie Unternehmen strategisch im Online-Marketing noch besser agieren können.

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